Emiratische Wirtschaftsdelegation in Berlin
Am 07.02. wird der Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum, zu einem Gedankenaustausch in Berlin erwartet. Im Mittelpunkt werden die Lage im Nahen Osten sowie aktuelle internationale und bilaterale Themen stehen. Aus diesem Anlaß erklärten der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), die Golfregion sei als Wirtschaftstandort für deutsche Unternehmen interessanter denn je. Bis 2020 würden 6 Billionen US-Dollar durch den Export von Öl und Gas in die Region fließen.
BDI-Präsident Jürgen ThUMANN erklärte in Berlin: “Die Exportchancen für die deutsche Wirtschaft in den Raum sind enorm und ich kann die Unternehmen nur ermutigen, sie zu nutzen.” DIHK-Präsident Ludwig Georg BRAUN hob hervor: “Neben Exportchancen gewinnen vor allem die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) auch als Investitionsstandort immer mehr an Attraktivität. Mehr als 800 deutsche Unternehmen haben sich in den VAE bereits niedergelassen. Aber ich gehe davon aus, dass in den nächsten Jahren viele weitere folgen werden.”
Bereits in den vergangenen 10 Jahren haben sich die deutschen Exporte in die VAE nahezu vervierfacht. Mit einem Volumen von fast € 6 Milliarden sind die VAE für Deutschland heute der wichtigste Exportmarkt in der Region. Beinahe wöchentlich werden Pläne für neue Großprojekte zur Diversifizierung der dortigen Wirtschaft oder zum Ausbau der Infrastruktur bekannt gegeben. Das Volumen anstehender Großprojekte beläuft sich inzwischen auf mehr als US-$ 700 Molliarden.
Rund 300 Unternehmen nahmen an einem deutsch-emiratischen Wirtschaftsforum teil. Von emiratischer Seite nahmen der VAE-Premierminister, Wirtschaftsministerin Sheikha Lubna Al-Qasimi und 25 Unternehmen aus der Region teil. Für die Bundesregierung erschien Bau- und Verkehrsminister Wolfgang TIEFENSEE. Veranstalter waren DIHK, der BDI, der Bundesverband für Groß- und Außenhandel (BGA) sowie der Bankenverband und die Arab-German Chamber of Commerce and Industry.
Das Auswärtige Amt berichtet:
Am Donnerstag wird Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier mit dem Vize-Präsidenten und Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate, S.H. Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum, zu einem Gedankenaustausch zusammenkommen. Im Mittelpunkt des Gesprächs werden die Lage im Nahen Osten sowie aktuelle internationale und bilaterale Themen stehen.
Berliner Morgen Post berichtet über Wirtschaftsbeziehungen zwischen Berlin und Dubai:
Berlins Export in die Vereinigten Arabischen Emirate mit dem Aushängeschild Dubai wächst rasant, von 2005 auf 2006 um 134 Prozent. Ein Prozent der Berliner Ausfuhren geht in die sieben Scheichtümer mit ihren 4,2 Millionen Einwohnern. Und als gestern der regierende Bürgermeister Klaus Wowereit für den “Scheich Mo” genannten Herrscher von Dubai zum Empfang lud, waren zahlreiche Vertreter kleiner und mittelständischer Firmen dabei, die am Golf gute Geschäfte machen.
Die Freie Universität Berlin ehrt Scheich Maktoum
Der Vizepräsident und Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate und Regent von Dubai, S. H. Sheikh Mohammed bin Rashid Al Maktoum, ist mit der Ehrenmedaille in Gold der Freien Universität Berlin ausgezeichnet worden. Er erhielt die Auszeichnung für die wegweisende Förderung von Wissenschaft, Bildung und Kultur in seiner Heimat und der arabischen Welt. Zu Al Maktoums Verdiensten zählt die Gründung einer Stiftung, die hochrangige Forschungsprogramme und -aktivitäten an Universitäten der Region organisiert sowie Stipendien an Studierende und Wissenschaftler vergibt.